Schultern
Das ist ein klassischer Bereich für:
- Zurückgehaltene Energie oder das Gefühl, „etwas tragen zu müssen“ (Schultern = Lasten),
- unausgesprochene Worte oder das Gefühl, dass deine Wahrheit nicht gehört wird,
- manchmal auch: unterdrückter Ärger oder Rücksichtnahme auf eigene Kosten.
Oberer oder mittlerer Trapezmuskel, rechts, wie ein Ziehen oder Klemmen.
Diese Region ist symbolisch stark aufgeladen. Hier sitzt:
- das Gefühl, etwas tragen zu müssen (Trapez = „Tragefläche“),
- Rückhalt, den man sich wünscht – aber nicht bekommt,
- und oft auch: “Ich halte mich zurück” oder “ich darf nicht loslassen.”
Meditative Reise zu deinem Rücken
Setz dich bequem hin. Atme tief ein und wieder aus. Schließe die Augen oder senke deinen Blick.
Lenke nun deine Aufmerksamkeit zu diesem Punkt – oben rechts, dort, wo es zieht, wo es unangenehm ist.
Und dann sag ganz sanft innerlich:
„Ich bin da. Ich höre dir zu.“
Spür einfach, wie es sich anfühlt, dort zu sein. Ohne es zu verändern. Nur dabei sein.
Und stell dir nun vor, dieser Muskel hätte eine Stimme. Ganz ruhig, fast wie ein Flüstern. Er sagt dir vielleicht:
„Ich habe dich so lange getragen.
Ich habe dich gehalten, als du dich selbst noch nicht halten konntest.
Ich erinnere mich an jedes Ja, das eigentlich ein Nein war.
An jedes Lächeln, das aus Pflicht kam.
Und ich halte es für dich, solange du es brauchst.
Doch wenn du willst, darfst du mich loslassen.“
Atme tief ein. Und beim Ausatmen sag innerlich:
„Danke. Du darfst jetzt weicher werden. Ich bin da.“
Spür, ob sich der Schmerz wandelt – in ein Kribbeln, eine Wärme oder vielleicht auch nur in Stille.
Vielleicht magst du zum Schluss deine Hand auf diesen Bereich legen und ihm etwas sagen wie:
„Ich höre dich. Danke, dass du sprichst.“
„Du bist nicht allein.“