Körperreise – „Ich bin gehalten“
Mach es dir bequem.
Du kannst sitzen oder liegen, ganz so, wie dein Körper sich sicher fühlt.
Wenn du magst, schließe sanft deine Augen.
Atme ein … und wieder aus.
Atme ein … und mit dem Ausatmen lässt du deinen Körper ein Stück schwerer werden.
Lass dich von der Erde tragen. Du musst gerade nichts tun.
Jetzt richte deine Aufmerksamkeit auf dein Becken – den Raum, der dich trägt.
Spüre, wie dieser Bereich vom Unterleib bis in die Beine sich sanft wiegt, vielleicht auch Spannung trägt – alles darf da sein.
Leg gerne eine Hand auf deine linke Po-Backe oder in den Unterbauch, dort, wo du das Ziehen gespürt hast.
Sag innerlich leise:
Ich spüre dich.
Du darfst da sein.
Du bist nicht falsch. Du sprichst zu mir.
Atme weich in diesen Bereich hinein. Stell dir vor, wie mit jedem Ausatmen Wärme und Raum hineinfließen.
Nun stell dir vor, wie unter dir eine große, weiche Hand aus Licht erscheint –
die Erde selbst, die dich hält.
Wie sie deinen Körper trägt – ganz sanft, ganz selbstverständlich.
Ich bin gehalten.
Jetzt und immer.
Ich muss nicht alles alleine tragen.
Ich darf empfangen.
Ich darf vertrauen.
Spür den Rücken.
Spür die Beine.
Spür deine Sitzbeinhöcker.
Und dann: spür deinen ganzen Körper – als eine Einheit.
Als etwas Ganzes.
Jetzt. Hier.
Wenn Gedanken auftauchen – beobachte sie nur, wie kleine Wolken.
Du musst ihnen nicht folgen.
Du darfst bleiben.
Und nun, wenn du magst, stelle dir Folgendes vor:
Ein sanftes Licht breitet sich von deinem Becken aus in deinen ganzen Körper aus.
Es erinnert dich:
Du bist sicher.
Du bist geführt.
Du bist willkommen – in deinem Körper, auf dieser Erde, in diesem Leben.
Bleib hier noch einen Moment. In Stille. In deiner Weichheit.
Wenn du soweit bist, öffne langsam wieder die Augen.
Atme tief ein und aus.
Und nimm dich ganz bewusst wieder wahr – auf dieser Erde. Jetzt.
Und egal, was heute noch geschieht – du bist gehalten. Auch darin. Immer. 
