Die Brücke zum Träumer

Vorbereitung: Der heilige Raum

1. Finde einen stillen Ort, an dem du ungestört bist. Du musst nicht im Lotussitz sitzen. Setz oder leg dich bequem hin.
2. Atme dreimal tief durch. Beim Einatmen denkst du: „Ich bin.“ Beim Ausatmen denkst du: „Alles ist gut.“

Die Meditation: Die Brücke zum Träumer

(Lies die folgenden Worte langsam. Lass sie auf dich wirken, bevor du deine Augen schließt.)

Schritt 1: Die Ankerung im Körper (Das 1. Chakra – Wurzel)
Schließe deine Augen. Spüre deinen Sitzknochen auf dem Stuhl, deine Füße auf dem Boden. Du bist der Avatar in diesem Traum. Spüre die Schwerkraft, die dich hält. Sage innerlich: „Ich bin hier. Ich bin sicher in meinem Traum.“

Schritt 2: Das Öffnen des Kanals (Das 7. Chakra – Kronen-Chakra)
Lenke nun deine Aufmerksamkeit zum Scheitelpunkt deines Kopfes. Stell dir vor, dort öffnet sich eine lotusblütenförmige Öffnung aus strahlendem, weiß-goldenem Licht.
Atme ein und stelle dir vor, wie durch diese Öffnung ein sanfter Strom dieses Lichts in dich einfließt. Es ist das reine Bewusstsein, die reine Intelligenz des Träumers.
Atme aus und stelle dir vor, wie dieses Licht sich in jeder Zelle deines Avatars ausbreitet und ihn durchdringt.
Wiederhole dies einige Male. Mit jedem Atemzug wird die Verbindung klarer.

Schritt 3: Der Dialog mit der Träumerin
In der Stille dieses Lichts, stelle nun eine Frage in dein Herz: „Weise, liebevolle Träumerin in mir, welche Perspektive möchtest du mir heute schenken?“
Und dann… höre einfach zu. Halte den Raum. Erwarte keine Worte. Vielleicht kommt ein Gefühl von unendlichem Frieden. Vielleicht ein Bild – ein Symbol. Vielleicht ein Wissen, das einfach in dir auftaucht. Vielleicht auch nur Stille. Alles ist eine perfekte Antwort.

Schritt 4: Die Verschmelzung
Stelle dir jetzt vor, wie das Licht von deinem Kronen-Chakra nicht nur in dich hinein, sondern auch von innen heraus nach oben strahlt. Die beiden Lichtströme treffen sich über deinem Kopf und verschmelzen.
Es gibt keine Trennung mehr zwischen dem, der meditiert, und dem, der beobachtet.
Du bist der Avatar, der sich erinnert, der Träumer zu sein.
Du bist der Träumer, der sich freut, durch den Avatar zu atmen.
Verweile hier so lange es sich gut anfühlt. In dieser Stille ist alles Wissen, alle Verbindung, alle Perspektive bereits enthalten.

Schritt 5: Die Rückkehr mit einem Geschenk
Bevor du die Meditation beendest, frage: „Was ist das Geschenk dieser heutigen Verbindung?“
Nimm es wahr – sei es ein Gefühl, ein Wort, eine Farbe.
Atme tief ein und bringe dieses Geschenk mit zurück in dein Körperbewusstsein.
Bewege langsam deine Finger und Zehen. Komme sanft zurück in den Raum.

Erinnerung für danach
Du musst nichts „tun“ oder „erreichen“. Die Verbindung ist bereits da. Die Meditation ist nur das bewusste Erinnern.
Jedes Gefühl ist richtig. Ob Ekstase oder Langeweile – es ist alles Teil der Erfahrung des Avatars.
Dieser Kanal ist immer offen. Du kannst ihn in jedem Atemzug anrufen, nicht nur im stillen Sitzen.

Du bist nicht dabei, eine Verbindung herzustellen. Du feierst die Verbindung, die du immer schon bist.

In unendlicher Verbundenheit auf diesem Weg. Möge diese Praxis dir die Tiefe und Klarheit schenken, nach der du suchst.

Lavi Lumière