Vision

 Ein Jahr von hier – und ich erkenne mich

Das ist, wohin ich unterwegs bin.

Es ist still an diesem Morgen.

Nicht, weil nichts da ist – sondern weil alles da ist.

Ich öffne die Augen und atme tief ein, ich atme nicht in Enge, sondern in Weite.

Die Luft duftet nach Meer, nach Wald und Licht.

 

Mein Zuhause – ob Hütte am Waldrand, Haus oder Van am Meer – ist durchdrungen von dem, was ich lange gesucht habe:

Frequenz, die mir entspricht.

Natur, Raum, Echtheit.

 

Ich habe mich nicht beeilt. Ich habe nicht gekämpft. Ich habe losgelassen, statt zu kontrollieren.

Und genau deshalb bin ich jetzt hier.

Nicht irgendwo im Außen – sondern in mir.

Ich lebe an einem Ort, an dem ich atmen kann.

Ein Ort, der mir nichts abverlangt außer Echtheit.

Vielleicht in Portugal, vielleicht in den Bergen – vielleicht einfach dort, wo ich keine Rolle mehr brauche.

 

Ich bin sichtbar geworden – nicht laut, aber echt.

In meinen Worten, in meinem Wirken, in dem, wie ich verbunden bin.

Ich habe mich nicht mehr länger zurückgehalten.

Ich habe aufgehört, mich klein zu denken, um Platz für andere zu lassen.

 

Ich bin gegangen. Nicht weg, sondern hin.

Hin zu mir.

Zu meiner Wahrheit.

Ich habe meinem Weg vertraut, auch als ich ihn noch nicht sehen konnte.

 

Mein Herzprojekt wächst.

Nicht, weil ich es perfektioniert habe, sondern weil ich es nicht mehr versteckt habe.

Ich schreibe, ich teile, ich wirke – aus der Tiefe.

Meine Worte heilen nicht, weil sie besser sind – sondern weil sie echt – und damit wahr – sind.

 

Ich bin nicht mehr auf der Flucht vor mir selbst.

Ich bin weich geworden.

Weil ich erkannt habe, dass genau darin meine Kraft liegt.

Ich diene dem Leben, einfach dadurch, dass ich meinem eigenen folge.

 

Ich muss nichts mehr beweisen.

Ich muss nichts mehr aushalten, was mir nicht entspricht.

Ich habe Menschen an meiner Seite – nicht viele, aber echte.

Bei ihnen muss ich nicht nett sein, sondern darf ganz sein.

 

Ich bin nicht mehr stark, weil ich es muss.

Ich bin weich, weil ich es darf.

 

Und wenn ich auf das letzte Jahr zurückblicke, dann weiß ich:

Nichts war umsonst.

Kein Zweifel, keine Träne, kein Zögern.

 

Ich bin nicht mehr dieselbe.

Aber ich bin endlich ich.

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